sichere Transporte im Highsec ?

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Heute will ich mich dem Betrachten von Transportmöglichkeiten im Highsec widmen. Insbesondere dem >sicheren< Transport von Waren, denn so sicher wie manche glauben ist der Highsec längst nicht. Seit Jahren schon ist das Suicideganken ein mehr als profitables Geschäft – ich denke die wenigsten Schiffe in Jita, Amarr, Rens, Dodixie oder Oursulaert kommen bzw. gehen, ohne dass mindestens ein Scannchar mit der Scanresolution von OVER 9000 in den Cargo bzw. in die Module schaut (zur Erklärung: je höher die Scanresolution ist, desto schneller wird ein Schiff aufgeschaltet & kann dadurch von einem oder mehreren Cargoscanner bzw. Shipscanner durchleuchtet werden).

Jeden Tag werden >dutzende Milliarden< an ISK verbrannt, weil irgendjemand immer meint, in einer ungetankten T1-Fregatte mit PLEX im Cargo abzudocken und per Autopilot die großen Handelsrouten durchzufliegen. Rein praktisch könnte man das in EVE durchaus eine gewisse Auslese nennen – wer so dumm ist gehört abgeschossen, gelootet, gepoddet und seiner kompletten Assets zugunsten einer Stiftung zur Unterstützung mittelloser NPCs beraubt. Wer wirklich denkt, damit durchzukommen ist dümmer als Mittanis letzte äußerung auf dem CSM (achtung: goonbashing – mach ich selten 😉 )

Dabei haben wir in EVE unzählige Möglichkeiten, den Kram relativ sicher durch den Highsec zu bekommen. Fangen wir zunächst mit der vermutlich sichersten an und arbeiten uns die Liste runter. Gleich vorneweg: ich bin kein Profi für Logistik, meine Erfahrungen zum Highsectransport beruhen lediglich auf Überlegungen und Vergleichen, weniger aus praktischen Erfahrungen mit Suicideganks oder selbst durchgeführten größeren Transporten. Aber gut, wenn das nicht weiter stört – fangen wir an, Verbesserungsvorschläge kann man in den Kommentaren posten 🙂

1. Redfrog / Bluefrog / Blackfrog
Wenn es Profis für professionellen logistischen Transport in jeder erdenklichen Größenordnung in EVE gibt, dann sind es die Frösche.  Und preiswert sind sie auch noch – für einen Transport von 860.000m³ im Maximalwert von 1.000.000.000 ISK von Jita nach Amarr bezahlt man beispielsweise weniger als 4 millionen ISK – ein besserer Witz. Je teurer die transportierte Ware, desto mehr bezahlt man verständlicherweise. Die Gefahr wird komplett von diesem Unternehmen übernommen und mir ist kein Fall bekannt, in dem ein Kunde unverschuldet Probleme mit nichterfüllung, diebstahl oder ähnlichem hatte. Wenn man selbst keine Möglichkeit hat Waren von hohem Wert wirklich sicher zu transportieren, dann ist das eingehen des Risikos eines Suicideganks als ziemlich fahrlässig einzustufen.

2. Jumpfreighter & Orca
Jumpfreighter und Orca teilen sich meines Erachtens Platz 2 der sicheren Transportmöglichkeiten. Das liegt einerseits an der wirklich krassen HP eines Jumpfreigters und andererseits an der vielseitigkeit der Orca. Um einen vernünftig geskillten Jumpfreighter in die Knie zu zwingen, braucht es schon ein paar dutzend Tornados und ne Menge Glück. Wenn wir dann noch bedenken, dass Suicideganker mit rund der Hälfte des Wertes des Cargos rechnen, sind 3 bis 4 Milliarden in einem Jumpfreighter als relativ sicher zu bezeichnen. Grundlage der Berechnung ist folgende: wenn man mit 12k Schaden pro Tornado rechnet, sind wir bei etwa 25-30 Tornados für jeweils 80 Millionen ISK und in der Summe damit schon bei  mindestens 2 Milliarden. Verbindet man das mit einer 50% – Chance auf das droppen des Lootes eines Jumpfreighters, dann fangen die meisten wohl erst bei rund 4 mrd. an über einen Gank nachzudenken. Weil erst dann ist er überhaupt in der Gewinnzone, die allerdings dann auch noch durch alle beteiligten geteilt werden muss :>. Das größte Manko ist aber wohl der große Preis und die sehr lange Skillzeit für einen Jumpfreighter und der Preis – 6 bis 7 Milliarden ! muss man für eine dieser fliegenden gepanzerten Lagerkomplexe ausgeben.
Die Orca ist eine etwas schwächere Ausgabe davon – sie hat voll auf tank gefittet ein paar zehntausend effektive HP weniger, weit weniger Cargohold und eine etwas bessere Ausrichtzeit. Außerdem kann sie Module fitten. Der größte Vorteil aber ist der unscannbare Corphangar, der mit 40k m³ nicht unbedingt groß ist, aber weder droppen noch gescannt werden kann. Und was der Ganker nicht weiß, macht ihn nicht heiß – die Anzahl der just-4-fun-Ganks auf gut getankte Orcas im Highsec dürfte gegen 0 bewegen. Auf maximalen Cargo gefittete hingegen sind schon recht oft Opfer einer Gankaktion geworden, da bei ihnen bereits 6-7 Tornados genügen. Preislich liegt eine Orca aktuell bei rund 650 Millionen – im Anbetracht ihrer Vielseitigkeit ein imho recht geringer Preis, der bei regelmäßiger Nutzung des Potenzials sehr schnell wieder drin ist.

3. Freighter
Sie sind die T1-Variante der Jumpfreighter und gehören aufgrund ihrer ebenso sehr hohen HP ebenso zu den aufwandsintensiveren Gankopfern. Aber auch sie sind scanbar und auch sie wurden schon oft Opfer geordneter Gankaktionen, weil sie zu viel an Wert geladen hatten. Außerdem sind sie langsamer und behäbiger als die Jumpfreighter und die Orca – nur Titanen sind langsamer im Warp als ein Freighter. Was für sie spricht ist allerdings der größtmögliche Laderaum in EVE und ihr Preis: Im Vergleich zu ihrem T2-Pendant sind sie mit rund 1 Mrd sogar sehr erschwinglich und sind nicht so skillintensiv wie ein Jumpfreighter 😀

4. T2-Industrials (sog. “Cloaky Hauler”)
Sie sind aus vielerlei Gründen eine gute Wahl, wenn man mit dem nur sehr begrenzten Stauraum (meist etwas unter 10k) zurechtkommt. Einerseits sind sie sehr viel schneller unterwegs als die meisten anderen Frachtschiffe, andererseits sind sie – aktiv geflogen – nur sehr schwer zu ganken. Aber auch hier kommen ganks des öfteren vor, daher sollte man es auch hier nicht übertreiben, denn vielleicht lauern hinter dem nächsten Gate bereits ein oder zwei smartbomende Battleships, die keine 2 sekunden brauchen um ein solches Schiff in der Luft zu zerreißen. Preislich sind diese fixen Transporter mit etwa 100 Millionen relativ niedrig angesetzt und in 2-3 Wochen kann man sich zumindest schon mal reinsetzen und “Tschooo Tschooo” machen. Wenn man mit ihnen abseits der großen Handelsrouten fliegt, dürfte man die Gefahr weiter drücken können, sodass sie unter Umständen die schnellste Möglichkeit darstellen, wenig Ware halbwegs sicher von A nach B zu bringen.

Tja… zum Rest muss man sagen, dass man quasi alles sehr gut zum transportieren von Ware nehmen kann, die weniger ISK wert sind. Als Faustregel würde ich aber ansetzen, dass ab einem Wert von 50 Millionen ISK ein auf Puffertank gefitteter Battlecruiser bereits sehr gute Dienste leistet. Manch einem mag das etwas paranoid erscheinen, aber hey – ein Blick in die “Tore des Monats” im EVEger – Forum kann aufzeigen, dass man gar nicht paranoid genug sein kann. Selbst Interceptoren, die quasi instant im Warp sind sind nicht zu 100% sicher vor gezielten Ganks – bekommt ein einziger Ganker mit was du da mit dir rumschleppst, kann die Reise 3 Sprünge weiter schon zuende und dein Wrack geplündert sein.

Sei nicht blöd und denk nach, in was du dein wertvolles Zeug packst. Oder doch: sei blöd und gib dem Rest der Welt was zu lachen, indem du die Killmail selber postest.
Und vor allem: lach über den Verlust und zieh deine Lehren draus. Keine Pixel der Welt sind es wert, sich darüber schwarz zu ärgern 😉

Tradingskills – brauch ich den Kram eigentlich ?

So, neuer Tag, altes Thema.

In EVE gibt es für so ziemlich alles Skills, so auch für das soziale Miteinander, das man mit den lieben NPCs pflegt. Das bedeutet nicht, dass man – ähnlich wie in Gothic oder The Witcher – mit denen ins Bett springt, sondern dass man sich mit ihnen durch gutes Sachwissen aus Skillbüchern gut stellt. Vielleicht wäre das in-die-Kiste-springen leichter und schneller, aber leider macht uns da CCP einen Strich durch die Rechnung und hat das (noch ?) nicht implementiert. Dafür haben die Gesichtselfmeter unter den Eve-Charakteren (und mal ehrlich: zwischen all den Fliegerbrillen und Lonewulf-Badass-Bildern tummeln teils richtig seltsame Charaktere) recht einfach: einfach ein Remapping auf die Charattribute “Charisma” (Primär) und “Willpower” (Sekundär) und die richtigen Implantate und schon hat man relativ fix auch mit solchen Chars im Zweifelsfalle angenehme Tradeskills. Und naja, ganz ehrlich: nicht alle Skills haben mit einem NPC zu tun – die meisten geben einem ne Art Fernbedienung in die Hand oder erhöhen die Anzahl der Orders. Wie dem auch sei, fangen wir mal an:

Nice-to-have – Skills

Wie dem auch sei – diese Skills rangieren in ihrer Effektivität zwischen der FDP – Politik und einer Vorlesung meines Staatsrechtsprofessors Prof. Dr. Christoph Degenhart, faktisch also zwischen null und der nach oben hin nicht definierten Zahl X. Für die Belange des Stationtradings und unserer Situation sind die folgenden Skills entweder nur im Sonderfall notwendig oder aber komplett irrelevant:

Corporation Contracting (Rank 3 – 150.000 ISK)

Dieser Skill erhöht die Anzahl der Contracts, die zwischen Corporations erstellt werden können. Eigentlich nur Interessant für all jene, die dem Handels-Alt noch ne eigene Corp spendieren und darüber an andere Corps Contracts erstellen. Nice to have für die die es brauchen, für den Rest ein Fall für den Mülleimer.

Daytrading (Rank 1 – 12.500.000 ISK)

Ebenso wie Corporation Contracting eher ein nice-to-have. Je weiter man es skillt, desto weniger nah muss man an den Stationen, an denen man verkauft sein. Wenn man es ausgeskillt hat reicht es beispielsweise einfach, die Region um Jita zu betreten, um alle Order in Jita ordnen zu können. Wenn man viel herumreist, bringt es einem auch viel, wenn man aber die Station nie verlässt und die Logistik mit einem anderen Char übernimmt, gänzlich egal.

Marketing (Rank 3 – 3.500.000 ISK)

Funkutioniert ähnlich wie Daytrading, allerdings betrifft es hier das Verkaufen. Völlig skillunabhängig kann man ja alle Angebote aufkaufen, die einem im Markt angezeigt werden, jedoch ist das Verkaufen von Dingen so eine Sache, wenn man nicht unmittelbar auf der Station ist. Dem schafft dieser Skill Abhilfe und ermöglicht es (in derselben Abstufung wie Daytrading), Dinge von entfernten Stationen auf den Markt zu werfen. Wieder ein Beispiel: wenn ich eine Frig in Jita verkaufen will, ermöglicht es dieser Skill, dass ich das auch vom Nachbarsystem aus machen kann. Auch hier: wenn man die Station mit dem Char nicht verlässt ist es ganz nett, ansonsten muss man es nicht lernen.

Procurement (Rank 3 – 1.500.000 ISK)

Wieder dieselbe Funktionsweise wie Marketing, allerdings dieses mal Kauforder betreffend. Damit muss man also nicht mehr unmittelbar in Jita sein, wenn man eine Order in Jita platzieren möchte. Demzufolge zählt es auch hier: hockst du auf der Station, wischst du dir damit den Kapselpilotenarsch ab.

Visibility (Rank 3 – 7.500.000 ISK)

Ui, der ist etwas umständlich zu erklären. Ich versuchs dennoch mal eben. Dieser Skill erweitert die Reichweite der Buyorder, die man setzen kann. Da fragt man sich verständlichermaßen zunächst, “Häh ?”. Schließlich können wir doch beim erstellen einer Buyorder die Reichweite sowieso bis auf die Region ausdehnen. In der Praxis bezieht sich dieser Skill auf mit Procurement  aus der ferne erstellte Buyorders. Also können wir – wenn wir im Nachbarsystem von Jita sind – mit diesem Skill eine Kauforder in Jita selbst erstellen und ihre Reichweite je nach der Skillstufe von Visibility einstellen. Hat man beide Skills (Procurement und Visibility) ausgeskillt, kann man folglich in der ganzen Region Regionsweite Buyorders einstellen, ohne dabei die Station verlassen zu müssen. Günstig, wenn man Stationsübergreifend handelt, ansonsten ist auch dieses Skillbuch lediglich teures Klopapier.

wichtige Skills

Yay, damit haben wir schon mal die Situationsbedingten Skills abgehandelt. Es bleiben noch die zwingend nötigen und die unmittelbar Effizienzsteigernden nötigen Skills . Fangen wir an, es gibt da so einiges 😀

Trade (Rank 1 – 20.000 ISK)

Retail (Rank 2 – 100.000 ISK)

Wholesale (Rank 4 – 35.000.000 ISK)

Tycoon (Rank 6 – 100.000.000 ISK)

Dies sind Skills, die man zusammenfassen kann, da sie alle zusammen eines gemeinsam haben: sie erhöhen die reine Anzahl der Buy- & Sellorder, die ein einzelner Char haben kann. Trade erhöht die Zahl derer um etwas kümmerliche >4< pro Skillevel und alle folgenden um jeweils 8 (Retail), 16 (Wholesale) und 32 (Tycoon), was ausgeskillt eine Zahl von 305 ergibt (da man ohne Skills bereits 5 Order erstellen kann). Abhängig davon wie viele man braucht, sollte man auch skillen – für den Anfang empfehle ich eine Zahl zwischen 20 und 40, später mit zunehmend Kapital merkt man dann von selbst, welche Zahl man benötigt.

Contracting (Rank 1 – 150.000 ISK)

Im Wesentlichen reguliert das die Anzahl an einzelnen Contracts, die ein Char am laufen haben kann. Der Contractmarkt ist ein wenig komplexer und wird später gesondert behandelt, daher sei hier zunächst eines gesagt: hier liegt ne Menge Schotter drinnen aber wenn man nicht aufpasst, landet der eigene Kies ganz schnell in einem anderen Wallet. Hier lautet die Devise einfach: geskillt wird es, wenn man es braucht. Vorher relativ egal.

Skills zur Steuerhinterziehung… oder “Wie man mit dem Broker schläft”

Ah, nun kommen wir zu den Interessanten Skills. Wenn man in EVE eine Buy- oder Sellorder erfüllt, dann bezahlt man einen gewissen Prozentsatz an Steuern. Diese Steuern lassen sich aufteilen in”Broker Taxes” – also auf gut Deutsch “Maklergebühr” oder “Maklersteuer” – und die “Transaction Tax”, also die Transaktionssteuer.

Wenn man etwas über eine Sellorder verkauft, bezahlt man immer beides – die Maklergebühr und die Transaktionssteuer. Kauft man hingegen etwas über eine Buyorder (also nicht direkt von einer Sellorder), dann zahlt man nur die Maklergebühr. Als Faustregel kann man also nehmen, dass man >immer< die Transaktionssteuer zahlt und wenn eine Order im Spiel ist die Maklergebühr hinzukommt.

Beides beläuft sich auf je 1%, wobei beides von Skills beeinflusst wird. Zusätzlich ist die Maklergebühr an das Standing der jeweiligen Station, in der man verkauft gebunden. Wenn man negatives Standing hat, ist sie höher. Wenn das Standing gut ist, wird sie niedriger. Nun also zu den einzelnen beeinflussenden Skills:

Accounting (Rank 3 – 5.000.000 ISK)

Dieser Skill ist einfach unabdinglich, wenn man größere Mengen an ISK am Markt bewegt. 1% sind bei 1 Milliarde ISK bereits 10 Millionen, wenn man das auf 10 Milliarden hochrechnet bereits 100 Millionen. Gut, dass man das glatt halbieren kann – pro Skillstufe senkt sich das ganze um 10%, sodass man am Ende auf 0,5% Transaktionssteuer fällt (bevor Fragen kommen: ja, der Skill skaliert wie nahezu jeder Skill in EVE linear, daher sind 0,5% korrekt).

Broker Relations (Rank 2 – 100.000 ISK)

Ich bin mir sicher, dass dieses Buch eingentlich ein Buch mit dem Titel “Wie bekomme ich ihn/sie ins Bett – in 2 Wochen” ist. Ebenso wie Accounting verringert dieser Skill den Prozentsatz linear um 0,05% pro Skillstufe. Nur halb so effektiv wie Accounting, aber dennoch sehr nützlich.

Wow, wait. Du sagtest, die Steuern lassen sich komplett halbieren. Wir sind aber bei 0,5% Transaktionssteuer + 0,75% Maklergebühr. Was ist mit den verbleibenden 0,25% ?

Ja, da war ja noch was. Wie ich bereits weiter oben erwähnte, spielt das Standing eine Rolle bei der Maklergebühr. Logisch – je mehr einen der Chef oben mag, desto eher kneift dieser ein Auge zu – schließlich könnte man ja mit der Ehefrau Tennis spielen oder demnächst einen Ball der Amarrianischen Oberschicht ausrichten. Je höher bzw. niedriger das Standing ist desto mehr wird nachgelassen oder draufgeschlagen.

Das Standing kann man dabei auf 2 Arten beeinflussen:

a) Missionen fliegen – dabei ist es egal, ob Level 1 – Miningmissionen oder Level-5-Kampfmissionen, solange die Fraktion die richtige ist

b) Missionen fliegen lassen

Es gibt mittlerweile einige Leute, die für einige ISK den gewünschten Char in die Flotte einladen, für die gewünschte Fraktion Missionen fliegen und die Belohnungen – ergo auch das Standing – dafür teilen. Dazu muss der Char nicht einmal die Station verlassen oder im selben System sein. Angebote dazu lassen sich in den jeweiligen Fanforen, dem offiziellen Forum und auch ingame finden. Oder man fragt jemanden aus der eigenen Corp, einen Freund, macht es nebenher mit dem Alt und-so-weiter-und-so-fort… die Möglichkeiten sind Endlos, also sucht euch was aus.

Handeln auf Pump – Margin trading

Margin Trading (Rank 3 – 20.000.000 ISK)

Margin Trading ist ein Skill, der mit Vorsicht zu genießen ist. Definitiv aber ist er einer DER Handelsskills und wird später zu barem Geld. Was er macht ? Ganz einfach: durch ihn veringert sich der Prozentsatz an ISK, die man in Buyorders hinterlegen muss. Funktionieren Buyorder ohne diesen Skill zunächst so, dass man die komplette Summe beim Broker hinterlegt, ist das nach dem erlernen nicht mehr der Fall.

Ein Beispiel: ich möchte Tritanium im Wert von 10 Millionen ISK durch eine Buyorder kaufen. Nachdem ich die Buyorder gesetzt und Margin Trading bereits auf >I< gelernt habe, hinterlege ich nun aber nicht 10 Millionen ISK, sondern nur noch 7,5 Millionen am Markt. Yay, damit haben wir 2,5 Millionen ISK frei für andere Kauforder. Bezahlt werden muss das aber noch immer – wenn also jemand ISK im Wert von 10 Millionen an mich verkauft, müssen die restlichen 2,5 Millionen dennoch aus dem Wallet heraus abgedeckt werden. Ist da nix oder nicht genügend, wird die Order nicht erfüllt. Also immer ein kleines Polster für die übrigen Prozente übrig halten.

Btw. kann man mit dem Skill auch ne Menge Schindluder treiben, dafür einfach mal in google “Margin Trading scam” eingeben und ein wenig herumlesen – dann fällt man da auch nicht so leicht drauf rein 😉

So… das wars eigentlich von den Skills fürs Traden her. Ich hoffe das ganze hilft etwas, eine klare Linie in EVE zu finden. =D

Das Handeln… wie ich das so sehe

Ich möchte eingangs behaupten, dass die reicheren Spieler in EVE entweder große 0.0 – Allianzen führen oder dem Handwerk des Handelns nachgehen. Oder beides.

Das eine bedingt in beiden Fällen logischerweise das andere – wenn man Zugriff auf die Corpsteuern von mehreren >Tausend< Spielern hat, sind ein paar Miliarden mehr oder weniger kein Thema mehr, über das man spricht. Verliert man ein Command-Ship, steigt man einfach in ein neues ein, auch wenn eines um die 200 Mille kostet – das Fitting incl. Riggs nicht mal mit eingerechnet. Hinzu kommen solche Dinge wie Corpeigene Technetiummonde, welche innerhalb von Tagen Technetium im Gegenwert von hunderten Millionen ISK generieren können. In Aktionen und Events geminertes Erz, die geschossenen Ratten der Belts und Annomalien – alles abermillarden und abermilliarden an ISK, die früher oder später in Teilen im Wallet größerer Allianzen verschimmeln, bis sie sich auflösen und sich die Spur derjenigen verliert, die auf das Wallet Zugriff hatten. Der normale Grunt bleibt da für gewöhnlich außen vor und kann im schlimmsten Falle zusehen, wie er seinen eigenen Kram aus dem Gebiet herausbekommt. Die Botthematik möchte ich da noch nicht einmal aufgreifen – es ist allgemeinhin bekannt, dass “gewisse” Allianzen in EVE sich durch Bottende Rattingschiffe finanzieren.

Wenn man aber keine große Allianz anführt stellt sich einem die Frage, wie man ebenfalls so viel ISK erhalten kann.
Die Antwort ist diese: mit der Faulheit der anderen.

Jedes mal, wenn ein Spieler etwas kauft, landen diese ISK bei einem anderen Spieler. Dieser hat die gekaufte Ware entweder hergestellt, gelootet, durch P.I. erhalten, erminert, von einem anderen Spieler gekauft/erscammt/geschenkt bekommen und so weiter und so fort. Die Produzenten haben es hergestellt, die PvEler haben es gelootet, P.I. wird von sehr vielen Spielern betrieben und Miner lutschen die Belts im Akkord leer. Geschenkt bekommt man eher selten etwas und Scammen ist eine Profession für sich.
Bleibt einem angehenden reichen Spieler also das Kaufen übrig. Buy low, sell high – kaufe etwas für billig und hoffe, dass irgendjemand die mehr dafür gibt als du dafür gezahlt hast.

Das verfügbare Kauf- und Verkaufssystem in EVE ist einzigartig in der MMORPG-Welt. Früher schon habe ich in WoW gehandelt, am Wochenende billig einkaufen, wenn viele online und am farmen sind – teurer unter der Woche verkaufen, wenn alle raiden gehen und Materialien dafür benötigen. Ein einfaches Muster, das mit Addons leicht zu überwachen und noch viel leichter auszunutzen war. Etwas über Wert gerkauft ? Ach was, einer im Handelschannel wirds schon kaufen 😉

Nicht viel schwerer hat man es in EVE, allerdings ist der Markt hier weitaus besser strukturiert. Dinge anzukaufen ist nicht auf Zeiten in der Woche beschränkt, sondern vielmehr ein permanenter, mehr oder weniger automatisierter Job. Außerdem gestaltet sich die Auswahl der Waren weitaus vielschichtiger und anhand mehr Faktoren als jener in WoW. Man kauft nicht nur dann, wenn man gerade in den Markt sieht, sondern immer – zu jedem Zeitpunkt, vorrausgesetzt man ist der Höchstbietende.
Ebenso ist der Handel nicht derart Zentralisiert wie in WoW, in denen es pro Server nur 3 verschiedene Auktionshauszentren gibt: das der eigenen Fraktion, das der anderen und das Fraktionsübergreifende. In EVE ist jede Station ein Auktionshaus und in nahezu jedem Empire-System im Highsec steht eine. Die 4 Fraktionen (bzw. wo der eigene Char da herkommt) sind mehr oder weniger nur noch Makulatur für die RPler in EVE.

Aber zurück zum Thema:
Jeder, der EVE länger als 1 Woche spielt, wird schon einmal von Jita gehört haben.
Jita 4-4 – der Haupthandelsplatz von EVE, Heimat zahlloser Wardeckcorps, Scammern und Suicidegankern, Spielplatz von tausenden l33t-PvPlern, die ohne 4 Basilisks als Neut-Unterstützung, Boosteralt, Drogen und Factionequipment nicht einmal ein Shuttle angehen würden. Im großen und ganzen kann man sagen, dass Jita die große Ausgabe der anderen 4 Handelszentren ist – Amarr, Rens, Oursulaert and Dodixie. Eigentlich sieht es da genauso aus, nur die Anzahl der Leute da ist geringer und es stehen weniger Waren im Regal. An diesen Orten allerdings sitzen Händler, die von dem buy low/sell high – System profitieren und oft genug kaum wissen, was da eigentlich gerade durch ihren Hangar geschleust wurde.
Der erste Schritt als ist es, es wie tausend andere Spieler auch zu tun und einen Char dort zu parken, der so fix die Station nicht wieder verlassen wird. Da reicht für den Anfang auch ein Alt aus.

Wenn man das hat – Glückwunsch, ein erster Schritt zur selbstständigen Versorgung durch Handeln ist getan 😀

The EVE Virus – hat er dich auch schon ?

Der EVE-Virus.

Seit vielen Jahren bereits gibt es MMORPGs, welche hunderttausende Spieler zusammenführt und sie ein Videospiel gemeinsam spielen lassen. Das berühmteste (und bislang auch erfolgreichste) ist World of Warcraft. Auch ich spielte es, vielmehr wohl deswegen, weil ich endlich mal wissen wollte “wie das eigentlich so ist, mit tausenden anderen zusammen zu spielen”. Ich tat es dann auch und hatte wirklich sehr viel Spaß und viele nette Leute getroffen.

Aber wenn man ehrlich ist: WoW ist heute längst nicht mehr “wow”, sondern nur noch ein billiger Abklatsch eines einst großartigen und fordernden Videospiels. Auch ich habe es lange gespielt, dann mit dem Ende von Burning Crusade (und meiner damaligen Gilde, die leider auseinanderfiel) aufgehört und mit der Ankündigung von Cataclysm aus Langeweile wieder angefangen. Die Leute, die ich dann getroffen habe, sind noch heute meine bevorzugten Mitspieler in einer Vielzahl von Videospielen, aber lange hat es WOW bei uns dann nicht mehr gebracht – es war zu einfach, durch den Dungeonbrowser zu unpersönlich, und allgemein einfach nur ein “huschhusch schnell zum nächsten Epic”, ohne dass die Stufen dazwischen relevant gewesen wären oder irgendetwas noch wirklich schwer war. Aber egal – das würde vom Thema weiterführen und den Rahmen sprengen.

Wir als Gilde sind auf jeden Fall zum größten Teil von WoW weg und haben uns LoL zugewandt, welches mich noch heute mit den anderen ex-WoW-Bekanntschaften verbindet. Aber ich brauchte mehr und fing auf Anregung eines Freundes mit EVE online an. Rums – ich war infiziert. Ich handelte schon in WoW in gewissem Maße mit Waren, Ausrüstungsteilen, Tränken und vielem anderen, aber EVE eröffnete eine komplett neue Welt, voller komplexer Themen, tausenden Möglichkeiten und vor allem >einer-einzigen< verflucht großen Welt, ohne dabei mehrere male in Serverpools dividiert zu werden.

Ich war infiziert. Und bin es heute auch noch.

Dies hier wird ein Blog über EVE, welcher sowohl aktuellen Themen zum politischen Geschehen in EVE aus einer neutralen Sicht zu kommentieren versucht als auch Einblicke in das Leben eines angehenden Händlers in EVE gibt. Also werd ich Dinge falsch verstehen, vielleicht das eine oder andere falsch übersetzen aber in jedem Falle komplett unparteiisch darüber schreiben.

Zwischendurch wird es auch einige Erlebnisberichte zu “privaten” Ereignissen geben (wie beispielsweise Ganknights). Weiterhin plane ich ein paar Let´s Play – Videos von EVE online zu ausgesuchten Themen, die nicht unbedingt alle mit meinen Haupttätigkeiten zu tun haben werden.

Zu mir: ich bin Cthonier, (ingame Cthon Garuda) spiele seit etwa… naja, Pause nicht mitgerechnet seit rund 4 Monaten EVE online und studiere nebenher Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig im aktuell zweiten Semester.

Mal sehen, wie es läuft.