T3-Subsysteme

T3-Cruiser gehören zu den beliebtesten Schiffen in EVE, sie sind für quasi alle Dinge einsetzbar und in einigen Bereichen gar teilweise die ungeschlagenen Top-End-Schiffe. Das beginnt mit der Tengu im PvE, die viele noch vor der Machariel ansetzen und endet mit der meines Erachtens zu starken Boostermöglichkeiten, die diese Schiffe quasi ohne probate Gegenwehrmöglichkeit durch den Gegner bieten können (stark erhöhte Range der Scrams/Webs wtc.).

Aber auch sie sind dazu verdammt, irgendwann mal draufzugehen. Und im Gegensatz zu normalen Schiffen sind T3-Kreuzer weniger Schiffe als vielmehr eine Art Legobaukasten, der einem ein Schiff je nach den eigenen Bedürfnissen zaubern kann. Ein schnelles PvE-Schiff, das sich durch die Missionen im Highsec fräst wie ein heißes Messer durch Butter ? Hier, eine Tengu. Ein schnelles, gut getanktes Schiff er Kreuzerklasse ? Hier, eine 100MN AB-Tengu macht den Job für dich. Du musst ein officer-Invul aus dem Nullsec ins Highsec bringen ? Nimm ein getanktes cloaky T3-Schiff, fängt so schnell keiner weg und ganken im Highsec ist teilweise auch sehr schwer.

Kurz: viele können die Teile fliegen, viele können sie sich leisten, sie sind für quasi alles einsetzbar. Da man aber in den bloßen Schiffshüllen dieser Schiffe nicht abdocken kann wie jedes normale andere Schiff, sind die Anforderungen insbesondere vom Preis her nicht unbedingt gering. Der Schiffsrumpf schlägt mit roundabout 200 Millionen (+-10%) zu buche und ist an sich so auch schon ein habwegs lohnenswertes Ziel für den etwas vermögenderen Händler. Aber wie schon gesagt: ohne die Subsysteme sind T3-Cruiser nicht abdockbare Klötze. Nun kommen wir also zum interessanten Teil des ganzen: es gibt 4 verschiedene T3 – Kreuzer (Loki, Proteus, Legion & Tengu) 5 Subsystem-Slots (Defensive, Engineering, Offensive, Electronics & Propulsion), die es jeweils in 4 Varianten gibt. Ergo sind das 4x5x4=80 Module, die in der Marge je nach Situation und Ort zwischen 3 und 20% Gewinnmarge einbringen können (Zahlen basieren aus Erfahrungen der letzten Monate). Dividieren wir davon rund 1/4 als wenig gehandelte, niedrigpreisige (<30 millionen & nur 0-2 mal pro Tag gehandelt) Nischenmodule heraus, kommen wir auf noch immer 60 gut laufende Subsysteme & Schiffe.

Als Kernfrage kommt natürlich aber auch: was beeinflusst den T3- Subsystem- und T3-Schiffsmarkt ? Die Frage ist einfach wie vorteilhaft: die Wurmlöcher. Wie genau das funktioniert, das zeigt die folgende Grafik, ich möchte da nicht so arg sehr ins Detail gehen.

Fakt ist also, dass der T3-Markt am ehesten an den Polymerpreisen hängt, nicht an denen der normalen Mineralien. Folglich sollte man lediglich bei den Polymeren auf Preisveränderungen oder Patchbeeinflussungen achten. Ebenso kommen die meisten T3-Items aus dem Wurmloch, daher könnten Änderungen in dieser Richtung ebenso Auswirkungen in die eine oder andere Richtung haben.

Ein letztes Wort noch: es wurden T1-Fregatten mit Logistik-Boni abgekündigt. Wer schnell war, der konnte mit Deadspace- und Faction-Shieldtransportern bzw. Remote-Armor-Transportern einen annehmbaren Schnitt machen. Ich war nicht schnell genug, der Zug ist wohl vermutlich abgefahren, allerdings könnte man ja mal in den Assets suchen, vielleicht hat man ja noch den einen oder anderen Satz dieser Dinger herumliegen ? In der Folge könnten die T1, T2 und Meta 1-4 – Versionen dieser Dinger auch etwas im Preis steigen, sobald die Frigs wirklich spruchreif geworden sind. Nur ein gedanke 😉

fly Save

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T1 – Schiffe

In einem Raumschiffspiel wie EVE liegt es nahe, die essenziellste Ware zu handeln, die es gibt – Raumschiffe. Es gibt sie in allen Größen, Formen und Farben. Vom kleinen, goldglänzenden Amarr-Shuttle über einzigartige Turnament-Schiffe wie der Utu und einfachen 0815-Schiffen wie der Cyclone und sogar hin zum kantigen Ragnarok-Titanen der Minmatar wird in EVE alles gehandelt, was warpen kann. Der Preis ist hierbei ebenso variabel wie die Flugeigenschaft und meist – aber nicht immer – heißt “teuer” auch “gut”, vorrausgesetzt man kann das Ding auch wirklich fliegen, fitten und damit umgehen.
Das wichtigste für uns aber ich ist: sie platzen. Manches noch am Tag an dem man es kauft, manche erst nach Jahren – aber irgendwann wird jedes Schiff zerstört. Und dann muss meist auch schnell ein neues her. Das Schlüsselwort hierbei ist “schnell”, denn wie auch im richtigen Leben wollen all jene die etwas verloren haben es auch schnell wieder ersetzt haben, um damit fortzufahren womit sie aufgehört haben. Das kann die hammerharte Mission sein, in der einen die Scramblerfrig einfach ne Sekunde zu lange festgehalten hat oder aber auch der hitzige largescale-Flottenkampf, für den man einfach mal schnell reshippen muss. Der Preis ist dabei zweitrangig, solange dieser nicht komplett abwegig ist – aber bis zum anderthalbfachen Kaufpreis oder sogar dem doppelten (je nachdem ob wir hier von einem T1-Cruiser oder einem Faction-Battleship reden) gehen viele mit – zähneknirschend und motzend, aber das juckt uns ja nicht wirklich. Denn sie würden es wiéder tun 😉

Nun haben wir also 2 Möglichkeiten, an diese Schiffe zu kommen die wir verkaufen wollen. Einerseits gibt es da die Option des typischen, alltäglichen Stationtradings. Nicht sehr ertragreich, dauert länger und vor allem stark an die Tradinghubs gebunden. Eigentlich mehr eine eher unterdurchschnittliche Cashcow, die stark an die Mineralienpreise gebunden ist wenn es um T1-Schiffe geht. Man hat sehr viel Konkurenz und im Schnitt eine Gewinnspanne von 5-15%, je nachdem von welcher Schiffsklasse man spricht. Nun kommt aber auch die Frage auf, welche Schiffe man da handeln kann.

Die Antwort ist sehr einfach – eigentlich alle. Gewinn macht man immer, wenn nicht gerade absehbar der Mineralienpreis stark fällt oder jemand den Preis stark drückt. Nun ist es aber so, dass gewisse Schiffe in gewissen Regionen öfter oder weniger oft geflogen werden. Sehen wir uns Amarr an, haben wir eine stärkere Nachfrage an Amarr-Schiffen, in Rens eine stärkere Nachfrage an Minmatar-Schiffen und so weiter. Folglich ist die Konkurenz aber auch die Umschlagshäufigkeit für diese Schiffe höher, der Preis sehr oft entsprechend niedriger (und auch oft genug unterhalb der eigentlichen Herstellungskosten, selbst mit gut erforschten BPOs). Andere Rassenschiffe erzielen hingegen oft bei weniger Umschlagshäufigkeit eine sehr gute Marge, wie beispielsweise die “Scorpion”, dem T1-Battleship der Caldari mit Boni auf EWAR-Module. Mit diesem Schiff kann man viel Gewinn machen, die stärkste Marge der letzten Wochen lag bei rund 22%.

Aber wie nun die permanente Preisschlacht in den Tradinghubs gewinnen ? Dafür gibt es einen zugleich einfachen wie umständlichen Trick, der auch bei allen anderen Waren funktioniert. Zunächst sollte erwähnt werden, dass viele Stationtrader ihre Buyorders auf die Station oder auf das System beschränken, in dem sie sich befinden. Das erspart ihnen die Notwendigkeit eines Frachtschiffes, mit dem sie den Kram von umgebenden Systemen einsammeln müssen um sie im Hub zu verkaufen. Nehmen wir aber dieses Frachtschiff hinzu (dazu empfehle ich eine Orca, ein normales Industrial genügt aber am Anfang auch schon), so könnte man diese Waren natürlich auch haulern. Und wenn man nun 1 und 1 zusammenzählt, so könnte man ja auf die Idee kommen die Buyorder auf eine beliebige Reichweite zu setzen, um dem Preiskampf im Hub selbst >etwas< auszuweichen. So können auch Leute, die beispielsweise Amarr aufgrund ihres Secstatus nicht betreten können, ihre Waren zum Hubpreis an einen selbst verkaufen, auch wenn man selbst nicht mehr der Höchstbietende im Hub ist. Einziger Nachteil: man muss den Kram dann auch natürlich wieder zum Hub gondeln, um ihn zu verkaufen.

An dieser Stelle wieder zurück zu den Schiffen. Viele Anfänger fliegen ihre Schiffe im Umkreis der Handelshubs spazieren, steigen von Frig zur Destroyer, vom Destroyer zum Cruiser und vom Cruiser zum Battlecruiser um. Und dann benötigen sie ihre alten Schiffe nicht mehr und wollen sie verkaufen. Logischerweise fliegen sie damit eher selten zum 2 Sprünge entfernten Tradehub, wenn ihnen im selben System quasi dasselbe geboten wird wie im Hub selbst. Und schwups, schon kann man einen Cruiser/Desti/Battlecruiser mehr sein Eigentum nennen, der nur noch zum Hub geschaukelt werden und verkauft werden muss. Ich persönlich fliege 1-2 mal die Woche alle Systeme im Umkreis ab, um das angesammelte Zeug abzuholen. Natürlich ist das keine sehr spannende Aufgabe und dauert seine 1-2 Stunden. Wenn ich allerdings daran denke wie viel ISK mir alleine durch diese zusätzlichen Zukäufe zugeflossen sind, kann das mit Sicherheit durchaus mit den meisten Arten von PvE mithalten.

Fassen wir das ganze zusammen: mittelgroße Schiffe wie Cruiser, Destroyer und Battlecruiser sind meist alle recht verlässliche ISK-Quellen, Fregatten allerdings nur wenn man wirklich gerade erst ganz klein anfängt, da diese im Verhältnis von Transportgröße zu Gewinn meist recht fragwürdig sind. Ich habe mit der Cormorant und der Catalyst größere Gewinne eingefahren und diese noch lange im Angebot gehalten – sofern man gewillt ist etwas ISK reinzustecken, kann sich das sowohl kurzfristig als auch auf Dauer sehr rentieren.

Und ein Rat zum Ende hin noch: später empfiehlt es sich die Buyrange >etwas< zu reduzieren… ansonsten passiert das, was ich gestern erschrocken feststellen musste…

Ich hatte da ein paar Tage vorher erstalles eingesammelt… und ich habe aktuell nur ne 2-jump-Range der Buyorders -.-

Schwindelerregende Höhen, Corpsuche und sonstiges

Lange lange her, der letzte Post. Lang ist auch die Liste der Dinge, die ich zu posten beabsichtige. Aber denn vergessen ist der Blog nicht und Pläne habe ich auch, die ich allerdings noch in die Tat umsetzen muss :>

Zum ersten trage ich mich seit Wochen schon mit dem Gedanken mir mit Cthon eine Corp zu suchen. Was sich schwieriger gestaltet als ich gedacht habe, da schon einmal alle Nullsec-SOV-holder komplett rausfallen – ich möchte meine politische Neutralität behalten. Folglich kommen nur noch 3 Bereiche in Frage: Wurmloch, Lowsec oder NPC-0.0 – Gebiete. Alles gleichermaßen Interessant meines Erachtens, wobei ich leicht eher zum Wurmloch oder NPC-0.0 tendiere. Mal schauen was draus wird, schließlich habe ich neben EVE ja auch noch meine Leute aus LoL und DAYZ, mit denen ich herumziehe. Aber hey – vielleicht lässt sich das ja kombinieren ?

Zum zweiten ist der Schritt getan, die Handelstätigkeiten weiter auszubauen. “I am Providence” hat Tycoon V fast fertig & den Freighter quasi schon im Hangar, der zweite Handelsalt hat das Licht der Welt erblickt und wird in rund einer Woche erste Handelaktivitäten in Rens anstoßen. Grund für diesen vorgezogenen Schritt ist jener, dass die für ende August angesetzte Marke von ~100 mio ISK pro Tag erreicht ist. Folglich also wird weitergemacht, bis alle Ziele im Bereich Handeln abgedeckt sind: 1 Handelschar in jedem Hub, 1 Freighter für jeden Handelschar und 1 Jumpfreighter für kommende Lowsec-/ & Nullseclogistik. Außerdem kann ich aktuell mehrere Accounts ingame finanzieren, also mache ich mich mal dran noch mehr ISK zu machen.

Zum dritten und letzten beabsichtige ich, mindestens einen Post pro Woche hier zu schreiben, in dem ich auf einzelne Marktbereiche eingehe und diese näher erläutere im Hinblick auf ihre Perspektiven, ihr Potenzial und auf meine Erfahrungen mit ihnen im täglichen Stationtrading. Ja, dabei werde ich einzelne Handelswaren offenlegen, mit denen ich auch aktuell guten Gewinn mache. Grund ist jener, dass ich glaube dass es zwar bereits viel Konkurenz gibt, der eine oder andere Leser dieses blogs nun den Braten in der Hinsicht aber auch nicht fett macht. Noch dazu man in einige der Waren nicht “mal eben” einsteigen kann – der Zug mit den überarbeiteten Miningbarges ist z.B. schon längst abgefahren, entweder man hat sich seinen Teil bereits gesichert, oder man hat es verpasst.