T1 – Schiffe

In einem Raumschiffspiel wie EVE liegt es nahe, die essenziellste Ware zu handeln, die es gibt – Raumschiffe. Es gibt sie in allen Größen, Formen und Farben. Vom kleinen, goldglänzenden Amarr-Shuttle über einzigartige Turnament-Schiffe wie der Utu und einfachen 0815-Schiffen wie der Cyclone und sogar hin zum kantigen Ragnarok-Titanen der Minmatar wird in EVE alles gehandelt, was warpen kann. Der Preis ist hierbei ebenso variabel wie die Flugeigenschaft und meist – aber nicht immer – heißt “teuer” auch “gut”, vorrausgesetzt man kann das Ding auch wirklich fliegen, fitten und damit umgehen.
Das wichtigste für uns aber ich ist: sie platzen. Manches noch am Tag an dem man es kauft, manche erst nach Jahren – aber irgendwann wird jedes Schiff zerstört. Und dann muss meist auch schnell ein neues her. Das Schlüsselwort hierbei ist “schnell”, denn wie auch im richtigen Leben wollen all jene die etwas verloren haben es auch schnell wieder ersetzt haben, um damit fortzufahren womit sie aufgehört haben. Das kann die hammerharte Mission sein, in der einen die Scramblerfrig einfach ne Sekunde zu lange festgehalten hat oder aber auch der hitzige largescale-Flottenkampf, für den man einfach mal schnell reshippen muss. Der Preis ist dabei zweitrangig, solange dieser nicht komplett abwegig ist – aber bis zum anderthalbfachen Kaufpreis oder sogar dem doppelten (je nachdem ob wir hier von einem T1-Cruiser oder einem Faction-Battleship reden) gehen viele mit – zähneknirschend und motzend, aber das juckt uns ja nicht wirklich. Denn sie würden es wiéder tun 😉

Nun haben wir also 2 Möglichkeiten, an diese Schiffe zu kommen die wir verkaufen wollen. Einerseits gibt es da die Option des typischen, alltäglichen Stationtradings. Nicht sehr ertragreich, dauert länger und vor allem stark an die Tradinghubs gebunden. Eigentlich mehr eine eher unterdurchschnittliche Cashcow, die stark an die Mineralienpreise gebunden ist wenn es um T1-Schiffe geht. Man hat sehr viel Konkurenz und im Schnitt eine Gewinnspanne von 5-15%, je nachdem von welcher Schiffsklasse man spricht. Nun kommt aber auch die Frage auf, welche Schiffe man da handeln kann.

Die Antwort ist sehr einfach – eigentlich alle. Gewinn macht man immer, wenn nicht gerade absehbar der Mineralienpreis stark fällt oder jemand den Preis stark drückt. Nun ist es aber so, dass gewisse Schiffe in gewissen Regionen öfter oder weniger oft geflogen werden. Sehen wir uns Amarr an, haben wir eine stärkere Nachfrage an Amarr-Schiffen, in Rens eine stärkere Nachfrage an Minmatar-Schiffen und so weiter. Folglich ist die Konkurenz aber auch die Umschlagshäufigkeit für diese Schiffe höher, der Preis sehr oft entsprechend niedriger (und auch oft genug unterhalb der eigentlichen Herstellungskosten, selbst mit gut erforschten BPOs). Andere Rassenschiffe erzielen hingegen oft bei weniger Umschlagshäufigkeit eine sehr gute Marge, wie beispielsweise die “Scorpion”, dem T1-Battleship der Caldari mit Boni auf EWAR-Module. Mit diesem Schiff kann man viel Gewinn machen, die stärkste Marge der letzten Wochen lag bei rund 22%.

Aber wie nun die permanente Preisschlacht in den Tradinghubs gewinnen ? Dafür gibt es einen zugleich einfachen wie umständlichen Trick, der auch bei allen anderen Waren funktioniert. Zunächst sollte erwähnt werden, dass viele Stationtrader ihre Buyorders auf die Station oder auf das System beschränken, in dem sie sich befinden. Das erspart ihnen die Notwendigkeit eines Frachtschiffes, mit dem sie den Kram von umgebenden Systemen einsammeln müssen um sie im Hub zu verkaufen. Nehmen wir aber dieses Frachtschiff hinzu (dazu empfehle ich eine Orca, ein normales Industrial genügt aber am Anfang auch schon), so könnte man diese Waren natürlich auch haulern. Und wenn man nun 1 und 1 zusammenzählt, so könnte man ja auf die Idee kommen die Buyorder auf eine beliebige Reichweite zu setzen, um dem Preiskampf im Hub selbst >etwas< auszuweichen. So können auch Leute, die beispielsweise Amarr aufgrund ihres Secstatus nicht betreten können, ihre Waren zum Hubpreis an einen selbst verkaufen, auch wenn man selbst nicht mehr der Höchstbietende im Hub ist. Einziger Nachteil: man muss den Kram dann auch natürlich wieder zum Hub gondeln, um ihn zu verkaufen.

An dieser Stelle wieder zurück zu den Schiffen. Viele Anfänger fliegen ihre Schiffe im Umkreis der Handelshubs spazieren, steigen von Frig zur Destroyer, vom Destroyer zum Cruiser und vom Cruiser zum Battlecruiser um. Und dann benötigen sie ihre alten Schiffe nicht mehr und wollen sie verkaufen. Logischerweise fliegen sie damit eher selten zum 2 Sprünge entfernten Tradehub, wenn ihnen im selben System quasi dasselbe geboten wird wie im Hub selbst. Und schwups, schon kann man einen Cruiser/Desti/Battlecruiser mehr sein Eigentum nennen, der nur noch zum Hub geschaukelt werden und verkauft werden muss. Ich persönlich fliege 1-2 mal die Woche alle Systeme im Umkreis ab, um das angesammelte Zeug abzuholen. Natürlich ist das keine sehr spannende Aufgabe und dauert seine 1-2 Stunden. Wenn ich allerdings daran denke wie viel ISK mir alleine durch diese zusätzlichen Zukäufe zugeflossen sind, kann das mit Sicherheit durchaus mit den meisten Arten von PvE mithalten.

Fassen wir das ganze zusammen: mittelgroße Schiffe wie Cruiser, Destroyer und Battlecruiser sind meist alle recht verlässliche ISK-Quellen, Fregatten allerdings nur wenn man wirklich gerade erst ganz klein anfängt, da diese im Verhältnis von Transportgröße zu Gewinn meist recht fragwürdig sind. Ich habe mit der Cormorant und der Catalyst größere Gewinne eingefahren und diese noch lange im Angebot gehalten – sofern man gewillt ist etwas ISK reinzustecken, kann sich das sowohl kurzfristig als auch auf Dauer sehr rentieren.

Und ein Rat zum Ende hin noch: später empfiehlt es sich die Buyrange >etwas< zu reduzieren… ansonsten passiert das, was ich gestern erschrocken feststellen musste…

Ich hatte da ein paar Tage vorher erstalles eingesammelt… und ich habe aktuell nur ne 2-jump-Range der Buyorders -.-

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