Trading großer Warenwerte – Vor- und Nachteile

Insbesondere wenn man bereits über größere Mengen an ISK verfügt ist es eine Verlockung auch größere Items zu traden. Einerseits weil dadurch der ISK-Durchsatz pro Tag schneller größere Höhen erreicht, andererseits weil sich die Konkurenz mit zunehmendem Volumen lichtet. Bedenken wir, dass die meisten Spieler zwischen 300 und 600 Mio ISK auf dem Wallet haben ist eine Position wie beispielsweise ein Faction-Schlachtschiff logischerweise eher eine weniger alltägliche Anschaffung.

Folglich sind auch die verkauften Units/Tag hier weitaus geringer, das ISK/Unit-Verhältnis aber sehr viel höher. Ich werfe einfach mal in den Raum, dass die meisten Trader immer auch “Kleinkram” wie Munition, Miningkristalle oder Module etc. handeln und dort aufgrund der Masse ihren Schnitt machen – denn meist ist auch die Marge keine schlechte. Wird dort eine Einheit gekauft, macht man gemessen an reinen ISK wenig Gewinn, unter Umständen aber prozentual am Investitionskapital wieder sehr viel. Verkauft man viele Einheiten, so steigert sich das ganze entsprechend der %-Marge oft sehr viel besser als bei hochpreisigen Positionen. Für viel Gewinn und viel Durchsatz ist aber auch ein großer Bedarf an Masse nötig.

Hier kommen wir zu den Vorteilen großer Warenwerte. Einerseits haben wir eine etwas geringere Konkurenz durch die höheren Mengen an ISK die zum Kauf  aufgewandt werden müssen, dadurch ergibt sich eine weniger zwingende Notwendigkeit übermäßiger Orderaktualisierungen. Weiterhin kommt eine sofortige Gewinnmitnahme hinzu – müsste sich bei 10.000.000 Schuss “Quake M” erst die komplette Masse der Munition verkaufen um den Gewinn vollständig auf dem Wallet zu haben, reicht es bei der Rattlesnake als Pirate-Battleship vielleicht völlig aus eine einzige Unit zu verkaufen.

Die recht gewichtigen Nachteile sind allerdings auch zu nennen: es ergibt sich eine größere Kapitalbindung ohne die Möglichkeit einer Teilerfüllung über den Bedarf von Kleinabnehmern und obendrein leiden hochpreisige Waren auch noch des öfteren unter einer geringeren %-Marge als ihre niedrigpreisigeren Pendants. Gleich hingegen bleibt allerdings das Investitionsrisiko – es gibt zwar durchaus Preisschwankungen, diese aber bewegen sich hier eher im Bereich einer ±0-Rechnung (meiner persönlichen Erfahrung nach).

Ich persönlich habe mich aufgrund der Nachteile lange etwas gesträubt bei Waren im Bereich von >100 Mio ISK / Unit einzusteigen, bis ich über die preisintensiveren POS-Module guten Gewinn einfuhr und die Fühler etwas weiter ausstreckte. Momentan möchte ich mal den Anteil der Produkte im Bereich von >200 Millionen / Unit bei mir auf rund 20-25 % schätzen, mehrheitlich sind das teurere Schiffe und die größeren POS-Tower. Es ist also mehr oder minder auch schon der experimentellen Phase entwachsen und fährt auch im mittelfristigen Bereich bereits einen recht stabilen Gewinn ein.

Fazit: Mehrheitlich ist es abhängig von der Kapitalmenge ob der Einstieg in diesen Marktbereich entweder vorteilhaft oder hinderlich ist im Hinblick auf die mittel- und langfristige Gewinnprognose – man hat hier immer die gesteigerte Gefahr, dass das Geld am Markt vergammelt, während andere Produkte in dieser Zeit explodieren. Andererseits lassen sich diese Produkte auch gerne mal 1-2 Tage am Markt halten, ohne dabei groß angepasst werden zu müssen. Insbesondere auch für die längere Abwesenheit  vom Traden könnte sich so etwas durchaus lohnen, ich werde diesen Gedankengang einfach mal nächsten 1-2 Wochen ausprobieren müssen, am Freitag steht der Umzug nach BaWü an und ich habe keine Ahnung wie lange die Telekom benötigt für den Anschluss…

bis dahin wünsche ich ein schönes EVE-Erlebnis 🙂

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