Des Tages erster Kaffee sein sehr wichtig, junger Padawan.

Sodele, es mag ein wenig her sein, aber sowohl das Traden als auch die Produktion laufen in besserem Maße als ich dachte, selbst mit meiner aktuell eher eingeschränkten Zeit. Neues gibt es aber ein paar nennenswerte Dinge. Einerseits natürlich die allmäliche Stabilisierung der Tradinggewinne ohne der zwingenden Notwendigkeit der täglichen Aktualisierung aller Sell- und Buyorders. Das habe ich die letzten Tage bemerkt, als ich wegen RL-Sachen “nur” die Sellorders angepasst habe. Die Buyorders alle zu aktualisieren ist zwar kein großer Aufwand, dauert aber etwas Zeit und ist so Stupide wie Minern. Nur eben kann man beim Minern keine Fehler machen die unter Umständen dreistellige Millionenbeträge kosten können – was heute übrigens passiert ist, als ich tranig wie ich bin die Warnung zum zu niedrigen Verkaufspreis weggeklickt habe und somit einem glücklichen Käufer mehrere Advanced Small Ship Assembly Arrays zum halben Preis übereignete. Ärgerlich, aber ein zu verschmerzendes Lehrgeld welches vermutlich sowieso schon lange Überfällig war. 🙂

Weiterhin habe ich mir mit GMougin  die Dienste eines zuverlässigen und sehr schnellen Missionrunners gesichert, der meinem Traderchar durch Missionrunning ein gutes Standing bei der Caldari-Navy verschafft und mir damit zukünftig eine Menge ISK an Brokergebühren erspaart. Sobald noch mehr ISK dort anfallen kümmere ich mich über die COSMOS-Missionen dann noch um das Factionstanding allgemein und hoffe das dann irgendwann zu perfektionieren. Rein von den bisherigen Ersparnissen dürfte sich die Ausgabe bereits nach rund 1,5 Monaten amortisiert haben, mit mehr Aufwand dann auch entsprechend früher.

Dann einige Worte zur Produktion. Der erste Char hat nun ein annehmbares Level an Skills, um Inventions zu betreiben. Aus der T1-Produktion halte ich mich nach 2 Wochen intensiverer Produktion nun zunächst fern. Nicht aufgrund von niedriger Produktivität, nein das Gegenteil ist der Fall: der Laden brummt und insbesondere Rigs verkaufen sich teilweise wie geschnitten Brot, weswegen ich mich dann auch mehr oder minder auf diese spezialisierte. Allerdings stehe ich da vor mehreren Problemen: ich fliege kreuz und quer durch die Gegend, muss die BPO´s besorgen und zum Produktionssystem bringen, schlage mich am Markt bei der Beschaffung der Rohstoffe mit gefühlten 100 Trading-Bots herum, fliege sogar mit einer ausgeskillten Providence mehrmals dutzende Sprünge alleine um die nötigen Rohstofe herumzuschippern und fühle mich mehr wie ein Sklave des Projektes – sprich hatte ich keinen Spaß dabei, wenn ich Haulern mögen würde, würde ich für Red Frog fliegen.. Hinzu kommt die ständige Suche nach neuen Absatzgebieten, da es dem Umsatz nicht zuträglich ist jeden Tag den Bedarf einer Woche oder mehr zu produzieren – beziehe ich die Konkurenz und mein RL in die Gleichung mit ein, verbleibt das Zeug dann mehr als einen Monat am Markt, eventuell sogar länger. Dieser Zeitaufwand ließe sich zwar sicherlich auch ein wenig optimieren, auslagern und allgemein durch Routine veringern, aber es entspricht nicht meiner Vorstellung von ISK-Beschaffung. Invention wird da wie ich hoffe ein etwas besseres ISK/Zeit – Verhältnis aufbieten, setzte aber zwingend auch noch die Anschaffung einer kleinen POS vorraus, die nun 12 Jumps von Jita am Popo der Welt steht und fleißig vor sich hin kopiert, forscht und invented. Denn Invention-Slots an NPC-Stations sind ja bekanntlich eher Mangelware.

Zuletzt noch zu den letzten PvP-Aktionen die ich teils planlos und allein, teils mit FONG und FC mitgemacht habe. Da wäre zu allererst die sackteure Nighthawk-Fleet von Lady Shu zu nennen, die glorreich versenkt wurde aber den meisten wohl dennoch sehr viel Spaß machte – nicht nur weil ich immer mehr der Überzeugung bin dass [BRB] eine allgemein sehr angenehme Ally ist, sondern weil das familiäre im Teamspeak mich sehr stark an meine Anfänge im Onlinegaming erinnert, wo der Spieler noch mehr galt als die Pixel auf dem Monitor oder irgendwlecher Fame, wiel man Boss XY 10 Sekunden vor Allianz P gelegt hat. Weiterhin gab es dann noch eine Shield-Cruiser-Flotte von wr0s, die nicht weniger spaßig, etwas nüchterner, ein “wenig” preiswerter und auch etwas weniger “einseitig” ausging im Bezug auf das Kill/Loss – Verhältnis. Aber da ich da sowieso nen Furz drauf gebe, solls mir Wurst sein, hauptsache Spaß gehabt. Im Nachhinein könnte ich übrigens schwören, dass der Nighthawk-Kampf keine Minute gedauert hat, in der Tat aber sich über mehr als 6 bis 8 hingezogen hat. Wer sich das gerne mal genauer anschauen möchte, dem kann ich Bogadors Thread im EVEger nahe legen, da der Mann quasi alles aufnimmt, was nicht bei 3 seine Laser auf ihn gerichtet und abgedrückt hat.

Was ich dann die Tage darauf regelmäßig einmal probiert habe war, meine überlebende Rupture zu versenken. Aber Pustekuchen, ich hätte genausogut mit der Orca afk und auf Autopilot im Nullsec herumflattern können – alles was ich fand waren gedockte Schiffe, POS-Stubenhocker und eine kleine BC-Fleet mit Dictor, denen ich direkt in der Blase gelandet bin als ich auf 0 ans Gate warpte ohne vorher den directional Scan zu benutzen. Engagen wäre gegen 4 BC´s, 1 Falcon und den Dictor sinnlos gewesen, ich hatte mich schon von der tapferen Rupture verabschiedet… als ich merke dass ich ohne weiteres aus der Blase rausbrennen konnte und im nächsten Moment schon im Warp auf dem Weg zum nächsten Planeten war. Die Gatecamper hatten vergessen mich zu punkten, obwohl jeder von ihnen mich aufgeschaltet hatte. Naja, shit happens. Die Rupture lebt allerdings auch jetzt noch und ich bin mir nicht sicher ob ich deswegen lachen oder weinen sollte. Denn es folgten die Tage danach noch mehrere Versuche im solo-PvP. Ich empfand es dann aber schon nach kurzer Zeit als relativ seltsam, dass man sogar mehrfach vor meiner agressenden Rupture am Gate flüchtete – eigentlich wäre ich quasi ein free-Kill gewesen, aber nichts ergab sich (ich zog mir schließlich Sentry-Feuer zu, was mit nem Cruiser wirklich etwas… übel enden kann). Entweder mache ich was falsch oder die Geduld verlässt mich zu schnell. 😛

Die Rupture steht übrigens noch immer in einem Hangar in Loes. Ich glaube die Tage ersetze ich sie mal mit einer anderen und gebe ihr den verdienten Ruhestand im Highsec. Wäre passend – sie ist die einzige der Ruptures die nicht 2 Extender-Rigs drinnen hat, sondern 2 Resi-Rigs und 1 Extender-Rig. Wie dem auch sei…. ich rate dringend davon ab VOR dem ersten Kaffee des Tages Marktorder anzupassen. Könnte es nötig machen da nen Löffel Zucker extra reinzumachen. Oder 2. Oder 3.

Advertisements

Revidierung alter Ansichten zur Preisanpassung

1 Jahr mache ich den Kram in etwa schon und heute ist mir der Gedanke gekommen, vielleicht ein wenig zu schauen was ich heute anders mache als früher. Insbesondere ins Auge gefasst habe ich hierbei “Von der Kunst des Unterbietens“, verfasst mitte des Jahres anfang Juni. Im großen und ganzen muss ich die Aussagen dort nicht komplett negieren. Für Anfänger im Trading ist das 0,01 ISK – Spiel noch immer die “sicherste” Art der Orderaktualisierung. Und mit “sicher” meine ich das Bewahren der Gewinnspanne im niedrigpreisigen Sektor und folglich auch das ersparen des suchens neuer Handelswaren.

Es ist mittlerweile für die regelmäßigen Leser anderer Blogs (namentlich ließe sich da Gevlon nennen, der sich bereits in mehreren Einträgen schon mal zu dieser Praxis äußerte) sicherlich auch bekannt, dass die 0,01 – ISK – Spiele des öfteren als sinnfrei und Wettbewerbshemmend bezeichnet werden und folglich auch gezielt durch stärkeres unter- und überbieten vermieden wird. Sowohl um Konkurenz auszuschalten, mehr Käufer anzulocken und die Gewinne in ein ausgeglicheneres Verhältnis zwischen Gewinnmarge und Verkaufsvolumen zu drücken.  Die Begründung in der Hinsicht ist sowohl schlüssig als auch verständlich und hat auch noch einige weitere Gründe, diese hier aufzuführen aber nicht das Ziel dieses Blogeintrags ist.

Nein, vielmehr möchte ich ein wenig differenzieren um wie viel, wann und warum ich beim Traden 0,01 – ISK – Spiele mitmache und wann ich größere Einschnitte in die Marge mache. Dazu muss ich sagen, dass ich selten sonderlich viel nachdenke oder rechne was das angeht, viel läuft da über Erfahrung und Bauchgefühl und das aktualisieren dauert idr. auch kaum länger als der Client zum aktualisieren des Orderfensters braucht. Aber es hat sich da schon ein Muster eingeschlichen, wie ich zugeben muss.

Zunächst zu den üblichen 0,01 – ISK – Spielen. Eigentlich besteht wohl der größte Teil der Jita-Trader aus jenen, die einfach über das Mausrad den Preis 0,01 ISK nach unten korrigieren und dann auf “ok” klicken. Ich persönlich mache das aber von mehreren Faktoren abhängig und bleibe da nicht unbedingt bei 0,01 ISK – das können auch 0,50 ISK oder mehrere ganze ISK werden, abhängig davon wie oft ich das Mausrad drehe.

Einerseits wäre da der Grundpreis des Items. Je niedriger dieser ist, desto eher setze ich auf diese Taktik, folglich findet diese Praxis häufiger Anwendung bei Dinge wie z.B. Massenware wie Munition, Produktionskomponenten oder auch P.I. – Materialien. Der Grund ist jener, dass der prozentuale Anteil einzelner ISK bei einem Item mit 180,00 ISK Wert einen größeren Stellenwert einnimmt als bei höherpreisigen Waren, wo dieser Prozentwert im tieferen Kommabereich liegt. Der andere ist dieser, dass diese “Massenitems” von vielen gehandelt / produziert / abgeerntet werden können und folglich die Konkurenz sowohl aus dem Lager der Produzenten (inclusive jener die es abbauen) als auch jenem der Trader größer ist und es schnell mal in unrentable Zonen rutschen kann, selbst mit Standing und maximierten Skills. Dann bringt einem der niedrige Preis auch nichts, es sei denn man verwertet dieses Item in ein höherwertiges oder verkauft einfach woanders (womit allerdings noch die Kosten für die Logistik hinzukommen). Weiterhin gibt es nicht wenige Trader denen das einzelne Berechnen der Order zum Aktualisierungszeitpunkt egal sind und sie einfach prinzipiell um 0,01 ISK unterbieten, egal wie der Markt steht. Diese lassen sich auch durch größeres Unterbieten selten ausschalten – da gehöre ich zugegebenermaßen teilweise auch selber zu, insbesondere wenn ich gerade neue Buyorders erstellt habe und mit etwas flotter Musik im Ohr alle anderen Order abgehe (ich gebe zu, an SoaD habe ich gerade wieder einen Narren gefressen…).

Nun zu den Gründen für stärkeres Unterbieten. Auf der einen Seite steht da natürlich überhaupt die Belebung des Marktes. Wenn Slave Omega sich für 1,1 Mrd nicht verkauft aber für 1,0 mrd weggeht wie geschnitten Brot, führt um eine Senkung des Marktpreises kein Weg herum. Denn es nützt wenig dann 10 Stück am Markt zu haben, wenn sich keines verkauft weil es niemandem die 100 mio ISK mehr wert ist. Das ist auch ein Problem von, einigen Items mit großer Marge – das Verkaufsvolumen ist hin und wieder einfach allein aufgrund des Preises so sogering, dass ein größeres Investieren in das Produkt nicht lohnt. Dies funktioniert auch in beide Richtungen – wenn z.B. ein Mobile Laboratory in der Buyorder bei günstigen 40 Millionen steht und der aktuelle Verkaufspreis der Sellorder bei 70 Millionen steht , muss der Preis zwangsläufig auf 50 oder mehr gesteigert werden bevor man annehmbare Verkäufe zu dem Preis erwarten kann. Dabei ist es egal, dass man damit die Marge um 1/3 kürzt, man schlägt sich dann nämlich nicht mehr mit 5 Konkurenten um die 2-3 Einheiten, die dann pro Tag zu dem Preis verkauft werden, man konkuriert mit 5 anderen nun um vielleicht 20-30 Einheiten, da sich der Käuferkreis mit dem steigenden Preis auch zugleich stark erweitert hat – man verkauft seine Waren schließlich lieber zu einem höheren Preis als zu einem niedrigeren.

Anfangs mögen diese Gedankengänge auch bei mir ein paar Minuten mehr an Zeit gefressen haben, mittlerweile ist es mir aber ins Blut übergegangen. Selbiges gilt für die “neue” Aufteilung meiner Aktualisierungsstrategie: rechte Hand an die Maus, linke Hand ans Zahlenfeld der Tastatur. Anfangs fluchend und mich bei jeder dritten Order vertippend bin ich mittlerweile genauso fix beim aktualisieren wie beim wechseln der Hand vond er Maus zur Tastatur. Und bald hoffentlich etwas fixer ^^

Na dann, man schießt sich 🙂

Multiboxing mittels Software – eine unproblematische Grauzone ?

Ich beobachte schon seit einigen Tagen die Diskussion im EVEger im Bezug auf softwareunterstütztes Multiboxing und die von einigen Spielern gewünschte Gleichstellung dieser Spielepraxis mit Botting. Für all jene, die mit der Thematik nicht vertraut sind hier einige Informationen in Kurzform: es ist in vielen Spielen ohne weitere möglich, mehrere Accounts über eine Maus und Tastatur zu steuern mithilfe der Software ISBoxer. Aktiviert im Falle von EVE der Spieler mittels F1 ein Waffensystem auf Account 1, so aktiviert sich das auf beliebig vielen weiteren Accounts zeitgleich. Die Anwendungsgebiete dieser Praxis liegen wohl mehrheitlich im PvE wie beispielsweise bei Incursions. Aber scheinbar auch im PvP wird das hier und da genutzt um so beispielsweise auch allein mit mehreren Accounts einen effektiven Alphastrike zu erzeugen, welcher die gegnerischen Logistic-Piloten quasi nutzlos macht, da das Schiff quasi sofort zerstört wird.
Nun könnte man sich fragen, worin hier die Problematik liegt. Gleich vorneweg – ich bin dem ganzen weder sonderlich pro noch contra gegenüber eingestellt noch bin ich in der Diskussion unmittelbar betroffen, was jedoch nicht heißt dass ich dazu keine Meinung habe.

CCP´s Standpunkt & die EULA

Gehen wir von CCP aus, ist das Multiboxen mittels Software (namentlich ist hier ISBoxer zu nennen) explizit erlaubt, denn solange kein Programm in EVE selbst eingreift und/oder aktive Spielerhandlungen immitiert ist dies kein Botten. Konkret heißt das: solange ein Spieler hinterm PC sitzt und die Entscheidungen trifft und nicht ein vorprogrammierter Algorhytmus, darf es eingesetzt werden. Und genau hier greift der erste Streitpunkt ein.
Denn der Spieler hinter dem PC gibt den Befehl an >einen< Client, das Programm leitet diesen an die anderen Clients weiter und führt ihn dort deckungsgleich aus. Fraglich ist nun also, ob diese >automatische< Weiterleitung einen unfairen, von Software ermöglichten Spielvorteil darstellt. Wörtlich findet man den betreffenden Abschnitt in der EULA im Unterpunkt 6 A 3., welcher folgendermaßen lautet:

You may not use your own or any third-party software, macros or other stored rapid keystrokes or other patterns of play that facilitate acquisition of items, currency, objects, character attributes, rank or status at an accelerated rate when compared with ordinary Game play. You may not rewrite or modify the user interface or otherwise manipulate data in any way to acquire items, currency, objects, character attributes or beneficial actions not actually acquired or achieved in the Game.

Den relvanten Teil habe ich hier nun fett hervorgehoben. Grob besagt dieser, dass man nicht über Drittanbieterprogramme, Makros oder ähnliches in das Spiel eingreifen darf, wenn diese verglichen mit dem “regulären” Spielablauf (“compared with ordinary Game play”) einen wesentlichen Vorteil bieten. Streng genommen ergibt sich folglich ein wesentlicher Vorteil durch die Nutzung des Programms. Bei Incursions wie auch im PvP lassen sich so enorm starke Alphastrikes generieren, die nur schwerlich durch mehrere Spieleraktionen oder dem einzelnen Bedienen von mehreren Clients erreicht werden können – alleine schon der Ping und die verschiedenen Reaktionszeiten der verschiedenen Spieler verzögert hier bereits die Eingabe. Streng konsequent gedacht also verstößt es also nun gegen die EULA, allein durch den Vorteil welcher sich aus der Nutzung des Programms ziehen lässt.

Der Aspekt, dass ein Spieler beim Multiboxen vor dem Rechner sitzt ist also eher weniger ein relevanter Punkt in der Debatte als die unverzögerte künstliche Weitergabe der Signale vom ersten Account an alle weiteren, die so von einem Menschen praktisch nicht möglich umzusetzen ist (oder nur mit einem Einsatz von Bastelei auf McGuyver-Niveau).

Auf der anderen Seite wurde ISBoxer explizit von CCP erlaubt, der relevante Absatz ist hierbei folgender:

Lastly, multiboxing is allowed, and programs designed for multiboxing in mind which allow a player to manually issue the same command to multiple game clients at the same time are allowed. In the same vein as what has been stated above, the player must be manually sending the commands; if a program is automating those commands for you, then it would be considered a breach of our EULA.

Folglich geht CCP einen anderen Weg als jenen, der ich gerade aus der EULA abgeleitet habe bzw. herauslese. Für CCP ist es in erster Linie wichtig, dass hinter dem Rechner ein Spieler sitzt, der die Entscheidungen trifft – logisch, Botten ist nicht erlaubt und führt zum Bann, das ist völlig unstrittig. Tastaturmakros sind auf einer ähnlichen Argumentation aufgebaut: ersetzt das Makro den Spieler (aka kann der Spieler sich von der Tastatur entfernen und diese führt seine Handlungen fort), ist es definitiv nicht erlaubt. Aus dieser Sicht ist ISBoxer dann wieder unproblematisch oder allerhöchstens eine gewisse Grauzone, da sie den ansonsten nötigen Zeitrahmen zur manuellen Weitervermittlung der Befehle an alle Clients erspart. Das tut allerdings auch streng genommen und konsequent gedacht jede manuelle Lösung, wie ich sie oben bereits erwähnt habe, folglich wäre auch diese nicht zulässig, trotz des erheblichen Mehraufwands in finanzieller und technischer Hinsicht.

Fazit:Der Vergleich Botting / Multiboxing lässt sich in meinen Augen begrenzt ziehen. Der Vorteil des softwaregesteuerten Multiboxings allerdings lässt sich in keinem Falle leugnen und ist in meinen Augen auch streng genommen eindeutig gegen die EULA. Da aber CCP vor 2 Jahren diesen besagten “Sonderfall” explizit legitimiert hat, sehe ich eher weniger Chancen, dass CCP das nun auch ächtet und ähnlcih wie das Botten als Banngrund einführt. Allerdings ist es für mich auch nicht ersichtlich, wie stark das Multiboxing nun verbreitet ist und inwiefern es dadurch ein Problem für die Wirtschaft, das PvE oder die PvP-Ballance in EVE darstellt. Diese Faktoren kann einzig nur CCP beurteilen, das einzige was die Threads im Eveger, im offiziellen deutschen Forum und dem offiziellen englischen Forum tun können ist das Bewusstsein von CCP darauf zu lenken und CCP dann darüber reflektieren zu lassen >ob< und >inwieweit< Multiboxing ein Problem geworden ist und wie man dagegen vorgeht.

Wir werden sehen, ob diese Initiative sich im Sand verläuft und CCP auf seiner Meinung zum softwaregesteuerten Multiboxing von vor 2 Jahren beharrt oder den Standpunkt zugunsten der nicht-Multiboxer verschiebt. Wie es sich auch ändert, ich hoffe dass ich mit diesem Post ein wenig Einblick gegeben und vielleicht auch ein wenig zum Nachdenken angeregt habe. 🙂

Man sieht sich in EVE, fly save o/

Investment – der erste Tag

Ganz ehrlich, ich hätte nicht mit einem derartigen Ergebnis gerechnet.

Schon am zweiten Tag hat die Gesamtinvestitionssumme des ganzen Unternehmens die 10 Milliarden durchstoßen. Auch wenn manch einer mich jetzt steinigen wird – das sind 20 PLEX, 20 Monate EVE, quasi mehr als 200€ Spielzeit. Länger als ich aktiv EVE spiele. Aber lassen wir das besser, solche Vergleiche lassen sich nur schwerlich ziehen und sind alle paar Monate mal leidige Diskussionen in einschlägigen Foren.

Ich habe diesen für mich freien Tag mehr oder weniger damit verplant und verbracht entspannt Buyorder zu erstellen, den einkommenden Kram wieder in Sellorder reinzustellen und… dann wieder von vorne zu beginnen. In dieser Zeit gingen gut 1 Staffel “Big Bang Theory” und an die 3 Horrorfilme drauf (1 guter, 1 mittelmäßiger und 1 annehmbarer), nicht zu vergessen die 2 Portionen Nudeln mit Gorgonzolasauce und die halbe Flasche Riesling neben mir (es wurden nur 150 ml zum Kochen benötigt… der Rest muss weg).

Fazit dieses Tages ist, dass Trading VOR der Investmentsache ein Kinderspiel war, das mit den aktuellen Möglichkeiten nur im Ansatz vergleichbar ist. Der Umsatz hat sich vervielfacht, lediglich der Gewinn selbst krankt noch etwas an den Waren, welche die letzten Wochen eingekauft worden sind und folglich noch teilweise Verlust in die Statistik einbringen. Das allerdings wird sich wohl die nächsten Tage wieder legen und die Statistik bereinigen.

Probleme existieren aktuell auch nur wenige. Anfangs hatte ich die Bedenken im Bezug der ISK-Menge und der Menge der Waren die mir als rentabel bekannt waren, allerdings eröffnen sich einerseits größere Investitionsmengen der bestehenden Waren, andererseits aber auch völlig neue Warengebiete, die ich vorher nicht oder nur teilweise abgedeckt habe – beispielsweise Battleships oder auch eine flächendeckende Abdeckung des kompletten POS-Modulmarktes inclusive jedes einzelnen Towers jeder Größe. Diese für mich schon sehr krasse Abdeckung des Marktes führt dazu, dass das Wallet im sekundentakt blinken würde, hätte ich das nicht vor langem schon deaktiviert. Die Größenordnung ist eine andere, das Spiel dasselbe und doch habe ich den Eindruck ein komplett neues Spiel zu spielen, in dem ich bisher lediglich im Tutorial herumhing. Das mag sich für den ein oder anderen arogant oder großkotzig anhören, doch anders kann ich es nicht beschreiben. Der Vergleich von Lv. 1 – Missionen zu Lv. 3 – Missionen ist glaube ich am zutreffensten, wobei mit dem aktuellen Budget noch immer weit von den Lv. 4 – Missionen weg bin und von Lv. 5 – Missionen träumen kann. Die Einflussnahme von >noch mehr< Kapital in dieser Sache ist dabei von mir nur schwer einschätzbar.

Steigert sich das Einkommenspotenzial linear mit der Anzahl der Tradingcharaktere ? Das tendiere ich zu verneinen, Jita ist als Faktor in dieser Gleichung bei weitem zu dominant und lässt sich nicht durch Amarr, Rens oder Dodixie allein ersetzen, selbst kombiniert dürfte es schwer sein, noch dazu ist mir der Aufwand auch auf den ersten Blick zu viel. Folglich wäre interregionales Trading eine Option, sobald der Jita-Markt für einen einzelnen Trader wie mich zu klein wird. Aber das wird sich zeigen müssen, wenn es soweit ist. Aktuell ist das Zwischenziel bei 2 Mrd die Woche angesetzt, es wird sich zeigen wie gut und mit welchem Zeitaufwand das erreichbar ist, auch im Interesse meiner Anleger.

Bei der Gelegenheit werden sich einige Fragen, warum ich im Singular spreche. Ursprünglich hatte ich vor, diese jene Operation mit einem befreundeten Trader durchzuführen. Leider ist dieser im Bezug auf EVE mehr oder minder antriebslos, wodurch ich das jetzt einfach alleine durchziehen werde. Das macht zumindest die Gewinnermittlung einfacher, da so ein einziger N.E.A.T. – Account ausgewertet werden muss. Außerdem kommt man sich nicht ins Gehege mit den Waren die man tradet.