Revidierung alter Ansichten zur Preisanpassung

1 Jahr mache ich den Kram in etwa schon und heute ist mir der Gedanke gekommen, vielleicht ein wenig zu schauen was ich heute anders mache als früher. Insbesondere ins Auge gefasst habe ich hierbei “Von der Kunst des Unterbietens“, verfasst mitte des Jahres anfang Juni. Im großen und ganzen muss ich die Aussagen dort nicht komplett negieren. Für Anfänger im Trading ist das 0,01 ISK – Spiel noch immer die “sicherste” Art der Orderaktualisierung. Und mit “sicher” meine ich das Bewahren der Gewinnspanne im niedrigpreisigen Sektor und folglich auch das ersparen des suchens neuer Handelswaren.

Es ist mittlerweile für die regelmäßigen Leser anderer Blogs (namentlich ließe sich da Gevlon nennen, der sich bereits in mehreren Einträgen schon mal zu dieser Praxis äußerte) sicherlich auch bekannt, dass die 0,01 – ISK – Spiele des öfteren als sinnfrei und Wettbewerbshemmend bezeichnet werden und folglich auch gezielt durch stärkeres unter- und überbieten vermieden wird. Sowohl um Konkurenz auszuschalten, mehr Käufer anzulocken und die Gewinne in ein ausgeglicheneres Verhältnis zwischen Gewinnmarge und Verkaufsvolumen zu drücken.  Die Begründung in der Hinsicht ist sowohl schlüssig als auch verständlich und hat auch noch einige weitere Gründe, diese hier aufzuführen aber nicht das Ziel dieses Blogeintrags ist.

Nein, vielmehr möchte ich ein wenig differenzieren um wie viel, wann und warum ich beim Traden 0,01 – ISK – Spiele mitmache und wann ich größere Einschnitte in die Marge mache. Dazu muss ich sagen, dass ich selten sonderlich viel nachdenke oder rechne was das angeht, viel läuft da über Erfahrung und Bauchgefühl und das aktualisieren dauert idr. auch kaum länger als der Client zum aktualisieren des Orderfensters braucht. Aber es hat sich da schon ein Muster eingeschlichen, wie ich zugeben muss.

Zunächst zu den üblichen 0,01 – ISK – Spielen. Eigentlich besteht wohl der größte Teil der Jita-Trader aus jenen, die einfach über das Mausrad den Preis 0,01 ISK nach unten korrigieren und dann auf “ok” klicken. Ich persönlich mache das aber von mehreren Faktoren abhängig und bleibe da nicht unbedingt bei 0,01 ISK – das können auch 0,50 ISK oder mehrere ganze ISK werden, abhängig davon wie oft ich das Mausrad drehe.

Einerseits wäre da der Grundpreis des Items. Je niedriger dieser ist, desto eher setze ich auf diese Taktik, folglich findet diese Praxis häufiger Anwendung bei Dinge wie z.B. Massenware wie Munition, Produktionskomponenten oder auch P.I. – Materialien. Der Grund ist jener, dass der prozentuale Anteil einzelner ISK bei einem Item mit 180,00 ISK Wert einen größeren Stellenwert einnimmt als bei höherpreisigen Waren, wo dieser Prozentwert im tieferen Kommabereich liegt. Der andere ist dieser, dass diese “Massenitems” von vielen gehandelt / produziert / abgeerntet werden können und folglich die Konkurenz sowohl aus dem Lager der Produzenten (inclusive jener die es abbauen) als auch jenem der Trader größer ist und es schnell mal in unrentable Zonen rutschen kann, selbst mit Standing und maximierten Skills. Dann bringt einem der niedrige Preis auch nichts, es sei denn man verwertet dieses Item in ein höherwertiges oder verkauft einfach woanders (womit allerdings noch die Kosten für die Logistik hinzukommen). Weiterhin gibt es nicht wenige Trader denen das einzelne Berechnen der Order zum Aktualisierungszeitpunkt egal sind und sie einfach prinzipiell um 0,01 ISK unterbieten, egal wie der Markt steht. Diese lassen sich auch durch größeres Unterbieten selten ausschalten – da gehöre ich zugegebenermaßen teilweise auch selber zu, insbesondere wenn ich gerade neue Buyorders erstellt habe und mit etwas flotter Musik im Ohr alle anderen Order abgehe (ich gebe zu, an SoaD habe ich gerade wieder einen Narren gefressen…).

Nun zu den Gründen für stärkeres Unterbieten. Auf der einen Seite steht da natürlich überhaupt die Belebung des Marktes. Wenn Slave Omega sich für 1,1 Mrd nicht verkauft aber für 1,0 mrd weggeht wie geschnitten Brot, führt um eine Senkung des Marktpreises kein Weg herum. Denn es nützt wenig dann 10 Stück am Markt zu haben, wenn sich keines verkauft weil es niemandem die 100 mio ISK mehr wert ist. Das ist auch ein Problem von, einigen Items mit großer Marge – das Verkaufsvolumen ist hin und wieder einfach allein aufgrund des Preises so sogering, dass ein größeres Investieren in das Produkt nicht lohnt. Dies funktioniert auch in beide Richtungen – wenn z.B. ein Mobile Laboratory in der Buyorder bei günstigen 40 Millionen steht und der aktuelle Verkaufspreis der Sellorder bei 70 Millionen steht , muss der Preis zwangsläufig auf 50 oder mehr gesteigert werden bevor man annehmbare Verkäufe zu dem Preis erwarten kann. Dabei ist es egal, dass man damit die Marge um 1/3 kürzt, man schlägt sich dann nämlich nicht mehr mit 5 Konkurenten um die 2-3 Einheiten, die dann pro Tag zu dem Preis verkauft werden, man konkuriert mit 5 anderen nun um vielleicht 20-30 Einheiten, da sich der Käuferkreis mit dem steigenden Preis auch zugleich stark erweitert hat – man verkauft seine Waren schließlich lieber zu einem höheren Preis als zu einem niedrigeren.

Anfangs mögen diese Gedankengänge auch bei mir ein paar Minuten mehr an Zeit gefressen haben, mittlerweile ist es mir aber ins Blut übergegangen. Selbiges gilt für die “neue” Aufteilung meiner Aktualisierungsstrategie: rechte Hand an die Maus, linke Hand ans Zahlenfeld der Tastatur. Anfangs fluchend und mich bei jeder dritten Order vertippend bin ich mittlerweile genauso fix beim aktualisieren wie beim wechseln der Hand vond er Maus zur Tastatur. Und bald hoffentlich etwas fixer ^^

Na dann, man schießt sich 🙂

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