Stockpiles – weil es auf die Masse ankommt – Teil 1

“Stockpiles” werden den den meisten unter uns zumindest im Ansatz etwas sagen können. Einfach kann man das als “Warenhaufen” übersetzen, eine Masse von Waren die sich an einem Ort unter einer Verfügungsgewalt sammelt. Sammle ich 10 Millionen Einheiten Tritanium mache ich im Grunde nichts anderes als einen solchen Haufen zu erzeugen. Das lässt sich auf jede Größe beliebig anwenden, ist also ein weitläufig auszulegender Begriff der mit der nominalen Anzahl der Wareneinheiten nichts (oder nur wenig) zu tun hat.

In EVE wie auch der realen Marktwirtschaft erfüllen Stockpiles mehrere Funktionen:

Absicherung gegen zukünftigen Preisanstieg

Diese Funktion erfüllt ein Stockpile, wenn man beispielsweise einen relevanten Anstieg der POS-Spritpreise erwartet. Man kauft beispielsweise – mitunter trotz der Unmöglichkeit eine POS so langfristig zu befüllen – eine riesige Menge an Fuel Blocks, einfach weil diese zum Kaufzeitpunkt billig sind oder in Zukunft teurer werden. Man spart sich quasi die Mehrkosten so lange wie der Stockpile an Fuel Blocks die POS am laufen hält, solange die Fuel Blocks innerhalb dieses Zeitraums nicht unterhalb des ursprünglichen Kaufpreises fallen (danach schlägt das folglich in Mehrkosten um). Genau das habe ich unabsichtlich getan, indem ich für 3 Monate Fuel für meine POS besorgt habe – kurz danach sind die Fuelpreise infolge der Ankündigungen der Ice-Änderungen auf dem Fanfest vollends durch die Decke gegangen und die Fuelpreise gleich mit. Da ich so oder so POS-Fuel benötige (also recht unelastisch in meiner nachgefragten Menge bin), spare ich mir so die Mehrkosten. Horay, so spart man sich einige dutzend Millionen ISK 😀

Verminderung des logistischen Aufwandes

Der vielleicht am häufigsten auftretende Grund warum ein EVE-Spieler einen Stockpile anlegt. Die benötigte Zeit, um seine Produktion / das geminerte Erz / den Loot / das Salvage jeden Tag nach Jita zu karren ist u.U. nicht so gering – wer mal 20 Sprünge mit einem Freighter hinter sich gebracht hat, der wird wissen was ich meine. Effizienter ist es logischerweise, diese Masse 1 x pro Woche / alle 2 Wochen / jeden Monat oder in jedwedem beliebigen anderen Intervall zum nächsten Handelshub zu karren und dann erst die gesammelten Stockpiles an Loot / Salvage / Erz auf den Markt zu werfen. Denn sind wir mal ehrlich: was meine Traderkollegen in den Missionhubs an ISK direkt für Loot zahlen ist ein Fliegenschiss, bestenfalls. Und die fliegen letztlich auch nur 1 oder 2 mal im Monat rüber um das Zeug abzuholen.

Gewinnabsicht

Zuletzt noch die naheliegendste Funktion – wo die einen kaufen um ISK zu sparen (wie die POS-Betreiber), gibt es zeitgleich noch die Möglichkeit einen Gewinn daraus zu ziehen. Das Prinzip ist dasselbe, nur behält man den Stockpile nun nur noch so lange, wie er letztlich benötigt um nach der Preiserhöhung durch den Badarf des Marktes aufgebraucht zu werden, aka sich zu verkaufen.
Dazu dann letztlich mehr in Teil 2, denn dieser Punkt beeinflusst die Märkte in EVE stellenweise bereits seit Jahren, insbesondere im Hinblick auf PI-Materialien.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s